Erstes Snowboard kaufen, aber welches?

  • Boardmag
  • 28.09.2022

Snowboard für Anfänger: Was muss man beachten?

 

Wenn der erste Schnee fällt, fängt es an in dir zu kribbeln und Du willst raus an die frische Luft und den Winter in vollen Zügen genießen? Was gibt es da Besseres als Snowboarden? Um loszulegen, benötigst Du jedoch erst einmal das richtige Snowboard für Dich. Auf der Suche nach einem Snowboard für Anfänger gibt es ein paar Punkte, die Du vor dem Kauf Deines ersten Snowboards berücksichtigen solltest. Was genau man alles beachten muss, haben wir Dir hier im Blogbeitrag einmal verständlich zusammengefasst. 

 

Welches Snowboard für Anfänger?

 

Grundsätzlich solltest Du immer im Hinterkopf behalten, dass Snowboarden in erster Linie Spaß machen sollte. Tricks oder jede Art von extremen Abfahrten oder gar Sprüngen, stellen eine Herausforderung dar, sind aber nicht das, was Du als Anfänger beim Snowboarden als Erstes angehen solltest. Viel eher solltest Du Dich fragen, welches Snowboard für Anfänger Du Dir zulegen solltest. So schaffst Du die Voraussetzung, sicher Deine Turns zu ziehen und Dein Fahren zu perfektionieren.

Hilfreich ist es, wenn Du Dir darüber im Klaren bist, was Du genau mit dem Snowboard machen willst. Ein Snowboard ist teuer, und eine leichtfertige oder falsche Entscheidung ist schnell bereut und kann schlimmstenfalls dazu führen, dass das Board nach den ersten Versuchen in der Ecke steht. Um das zu verhindern, sollte als erstes eine Frage im Vordergrund stehen: Wofür will ich mein erstes Snowboard haben bzw. wie will ich es benutzen?

 

Snowboard Rocker oder Camber?

 

Willst Du einfach Spaß haben und ohne viel Anstrengung die Abfahrt im Schnee genießen? Oder willst Du mit stylischen Jumps beeindrucken? Stehst Du auf hohe Geschwindigkeiten und liebst die Herausforderung?

 

Das Camber-Snowboard

 

Alle Fahrer, die dem Geschwindigkeitsrausch verfallen sind, oder knackig mit Hoch- und Tiefschwung unterwegs sind, sollten sich ein klassisches Camber-Snowboard (Camber = Vorspannung) als erstes Snowboard ansehen. Das Camber-Snowboard erkennst Du, wenn Du es in der Mitte einfach nach unten durchdrücken kannst aufgrund der Vorspannung. Je härter der Flex, desto aggressiver das Board. 
Durch die Vorspannung hat das Camber-Snowboard eine Spannung, die Du in jede Kurve mitnehmen kannst und die sich super auf den Kantengriff auf Eis auswirkt. Ein Camber-Snowboard lässt sich grundsätzlich aggressiver fahren, ist aber auch schwerer zu beherrschen. Also: Camber-Snowboards sind für Leute geeignet, die gut fahren können und schnell unterwegs sein wollen. Alle anderen sind wohl mit einem Rocker-Snowboard besser aufgehoben.

Das Camber-Snowboard ist schwerer zu beherrschen als das Rocker-Snowboard.

 

 

Das Rocker-Snowboard

 

Die meisten Boarder wollen einfach die freie Natur und die traumhafte Landschaft genießen und sich auf der Piste vergnügen. Oder eben danach die Après Party nicht verpassen. Für all diese Leute empfehlen wir ein drehfreudiges und fehlerverzeihendes Board, das einen schnellen und dauerhaften Fahrerfolg garantiert und dennoch gut für Tiefschneefahrten ist. 
Hier bietet sich das Rocker-Snowboard an. Es zeichnet sich durch die gleichnamige Rocker-Technologie aus, bei der gezielt mit der Gegenspannung gearbeitet wird. Das Rocker-Snowboard ist üblicherweise ein eher kürzeres Board. Wenn das Board mittig aufliegt und Du es wie einen Kreisel drehen kannst, ist es ein klassisches Rocker-Snowboard mit Gegenspannung. Dann ist es in jedem Fall super drehfreudig.
Inzwischen gibt es die unterschiedlichsten Rocker Snowboards. Vom klassischen Rocker bis hin zum sogenannten Hybrid-Snowboard. Im Endeffekt gilt für alle Rocker-Snowboards, dass sie drehfreudig und fehlerverzeihend sind. Also: Du bist Snowboard-Anfänger, Spaßfahrer oder willst den Park unsicher machen – dann kauf Dir am besten ein Rocker-Snowboard!

Ein Rocker-Snowboard ist drehfreudig und fehlerverzeihend.

 

Das Hybrid-Snowboard

 

Wer von den Vorteilen des Camber-Snowboards und des Rocker-Snowboards gleichzeitig profitieren will, der ist mit einem Hybrid-Snowboard gut aufgehoben. Hybrid-Snowboards sind eine Mischung aus Rocker- und Camber-Snowboards und in Wellenform ausgerichtet. Diese Bretter sind zwar aufgrund der aufwendigen Konstruktion teurer, eignen sich aber sowohl als erstes Snowboard für Anfänger als auch für höhere Fahransprüche.

Das Hybrid-Snowboard ist eine Mischung aus dem Rocker- und dem Camber-Snowboard.

 

Welche Snowboard-Größe brauche ich?

 

Beim Kauf Deines ersten Snowboards musst Du Dich für eine bestimmte Snowboard-Größe entscheiden. Hierbei spielen außerdem die Snowboard-Breite und Snowboard-Länge eine wichtige Rolle. Zum einen entscheiden sich die Maße der Snowboard-Größe anhand Deines Körperbaus. Zum anderen ist entscheidend, wie Du mit Deinem Board fahren möchtest: Tiefschneefahren, Freeriden, Freestyle oder ganz normales Snowboarden. Alles Weitere zur Entscheidung der richtigen Snowboard-Größe für Dein erstes Snowboard erfährst Du jetzt. 

 

Die Snowboard-Breite

 

Je nach Snowboard-Breite eignet sich Dein Board für unterschiedliche Fahrstile bzw. Vorhaben. Wenn Du die Oberseite des Boards betrachtest, wirst Du nicht viel sehen. Dreh das Board einfach um und schau Dir die Unterseite an. Dabei solltest Du Dir die die Taillierung des Boards (dort, wo es schmaler wird) ganz genau anschauen.

Wenn das Snowboard an Kopf und Tail breit ist, ist es eher Freestyle-orientiert und eignet sich eher für Tricks. Mit dieser speziellen Snowboard-Breite kannst Du auch viel besser switch (rückwärts) fahren, ohne Dich groß umstellen zu müssen.

Wenn das Snowboard in Richtung Tail breit wird, eignet es sich eher zum Freeriden und Powdern (Tiefschneefahren). Zudem ist normalerweise eine größere Laufruhe vorhanden. Je breiter das Snowboard ist, desto besser eignet es sich zum Tiefschneefahren, da sich das Körpergewicht auf eine größere Fläche verteilt und der Druck auf den Schnee kleiner wird. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass der Auftrieb besser ist.

 

Was hat die Snowboard-Breite mit der Schuhgröße zu tun?

 

Da Du mit beiden Beinen auf dem Board stehen musst, spielt die Schuhgröße eine wichtige Rolle, die aber leider oft vergessen wird. Die Schuhgröße ist entscheidend dafür, welche Snowboard-Breite Du überhaupt fahren kannst. Die Grenze zum Wide Board liegt hier ungefähr bei Größe 44 (Außengröße des Snowboots). Ab da solltest Du in jedem Fall ein Wide Board mit einer Snowboard-Breite von mindestens 26 cm in der Taille nehmen. 

Außerdem solltest Du beachten, dass Dein Boot nie mehr als 2 bis 3 cm vorne und hinten übersteht, da Du sonst mit den Füßen in den Kurven im Schnee hängen bleibst. Um das zu vermeiden, probiere am besten gleich Deine Snowboardschuhe mit dazu an, bevor Du Dich für den Kauf Deines ersten Snowboards entscheidest. Teste dann, ob der Schuh mit der Bindung zusammenpasst und ob die Schuhspitzen über das Board hinausragen. 

Mit diesem Wissen über die richtige Snowboard-Breite für Dein erstes Snowboard kannst Du Dir jedes Board vornehmen. Bei fast allen Snowboards ist eine Kurzbeschreibung inkl. Technik-Sheet auf der Nose, am Topsheet oder der Base vorhanden. Dort findest Du in Kurzform alle wichtigen Infos, die Du benötigst.

 

Die Snowboard Länge

 

Für die Einschätzung der richtigen Snowboard-Länge im Verhältnis zum Gewicht haben wir Dir hier ein paar Zahlen zusammengefasst. Aber Achtung: Je nach Board-Härte kann die empfohlene Snowboard-Länge nach oben oder unten variieren. Von daher handelt es sich dabei wirklich nur um grobe Richtzahlen:

  • Snowboard-Länge 135 bis 150 cm bei einem Gewicht von 40 bis 60 kg
  • Snowboard-Länge 145 bis 165 cm bei einem Gewicht von 60 bis 85 kg
  • Snowboard-Länge größer als 160 cm ab einem Gewicht von über 80 kg

Grundsätzlich gilt außerdem: Je härter das Board, desto kürzer kann es im Verhältnis zum Körpergewicht gefahren werden. Und je kürzer das Board, desto flexibler und drehfreudiger ist es normalerweise. Wenn das Snowboard nicht so lang ist, lässt es sich jedoch auch im Tiefschnee schlechter fahren und umgekehrt. Je länger ein Snowboard ist, desto besser ist die Tiefschneetauglichkeit und desto schneller ist es, aber umso schwieriger ist es auch, es zu beherrschen.

 

Wie viel Geld sollte ich für mein erstes Snowboard ausgeben?

 

Eine zentrale Frage ist hier: Wie oft kommst Du zum Boarden? Wenn Du nicht in unmittelbarer Nähe zu den Bergen bzw. einem Skigebiet wohnst, ist die Frage: Bist Du bereit, auch häufiger lange Fahrzeiten in Kauf zu nehmen, um Dein Hobby ausüben zu können? Wenn ja, dann lohnt es sich, vielleicht auch etwas mehr für das Board Deiner Träume auszugeben. Nach oben sind hier kaum Grenzen gesetzt. Wenn die Antwort jedoch „nein“ lautet und Du eher wenig bis selten zum Boarden kommst, dann solltest Du Dich im günstigen Bereich umsehen. Dann tut es nicht so weh, wenn Du nur einmal im Jahr kurz zum Fahren kommst.
Das Snowboard wird immer als Setup verkauft. Das bedeutet, zum Board ist auch automatisch die passende Bindung mit dabei. Schon für 200 bis 300 Euro kann man heute ein gutes Setup bekommen, welches allen Ansprüchen genügt. Besonders beliebt sind hier die Vorjahres-Modelle, die man leicht mit 30 % bis 40 % Reduktion erwerben kann (so auch im Boardshop)
Für alle anderen, die es nicht so weit in die Berge haben, gilt: Budget an das Fahrniveau anpassen. In der Regel sind heute fast alle Snowboards mit einem Originalverkaufspreis von 400 Euro und mehr auf einem hohen Level angesiedelt, die Marke ist dabei egal. 
Vor Deinem ersten Snowboard-Kauf solltest Du Dir also drei Fragen stellen, um die richtige Entscheidung zu treffen: 

  • Wie oft möchte ich snowboarden gehen?
  • In welchem Stil möchte ich snowboarden?
  • Welches Snowboard passt am besten zu mir (Board-Beschreibung aufmerksam lesen)?
 

Noch Fragen?

 

Solltest du Fragen haben, schau einfach bei uns im Boardshop vorbei. Hier findest du eine große Auswahl an allen möglichen Produkten im Skateboard, Longboard und Snowboard Bereich.