Joe Beckert - The Interview

  • Boardmag
  • 23.05.2006

BoardshopCrewMember & SnowTeamRider, Photograph, angehender Sales Manager, Gitarrist & Songwriter, Redakteur, Gelegenheitsvegetarier, BoardshopTeamCaptain, Filmemacher, begnadeter Snowboarder und Skateboarder aus purer Leidenschaft – gestatten:

Joachim „Joe“ Beckert (knackige 26)


thumb_lipslidetoswfrontboar.gif…wird unterstützt von: Gnu Snowboards, Quiksilver Clothing, Vans Shoes, Dragon Optics, Meridian Skateboards und Boardshop Freiburg.

Links: Lipslide to Switch Frontside Boardslide durch die Snakebox in Adelboden geschlängelt. Sequenz: Sophie Guggenberger. Klick für groß (schlappe 2.44mb)

„Wenn jemand Skate- und Snowboarding regelrecht in sich aufgesogen hat, dann der Joe. Er ist jemand, der völlig vernarrt ist in die "moderne Art der Fortbewegung" und das mit vollem Herzen und Engagement. Egal ob selbst auf dem Brett oder hinter der Kamera. Er ist immer mit Herzblut bei der Sache um seinen Beitrag zu leisten. Mach weiter Joe!“
(Jochen „JB“ Bauer)

„Joachim Beckert - guter Mann!
Kennengelernt hab' ich den Joe vor ca. fünf Jahren auf einer Ispo, wo er wie viele zu uns an den Stand kam. Im Gegensatz zu den meisten  Bekanntschaften, die man auf so einer Messe schließt, wurde aus ihm allerdings einer der fruchtbarsten und beständigsten Mitarbeiter für unser Magazin, und das in erster Linie hochgradig ehrenamtlich. Er versprach uns damals, daß er mal einen Snowboard-Artikel für uns machen wollte, bei dem die Verbindung von Snowboarden und Streetskaten rübergebracht werden sollte, was er dann auch irgendwann mit eindrucksvollen Photos und einer lustigen Sequenz von sich an einem Holzrail, das während eines Slides durchbrach, in die Tat umsetzte. Seitdem hat er viel Zeit nicht nur auf den verschiedenen Boards sondern auch hinter der Kamera verbracht und sich dabei langsam aber stetig weiterentwickelt, was sich in zahlreichen BOARDSTEIN Ausgaben der Vergangenheit und Gegenwart sehr gut verfolgen läßt. Verletzungsbedingt gab er diesbezüglich in den letzten zwei Jahren besonders Gas und versorgt uns schon länger mit mehr ausgezeichneten Skatepics aus dem Freiburger Raum, als wir verwerten können. Zudem ist er auch ein zuverlässiger Contestphotograph, wenn es heißt, einen Event würdig zu dokumentieren, und er ist generell immer zur Zusammenarbeit aufgeschlossen. Das zeigt sich auch mal wieder in unserer kommenden Ausgabe, wo er einen dicken Doppel-Check-Out mit den Langenhuizen Brüdern drin haben wird. Ja, zuverlässig ist er wie kaum ein anderer, man kann sich wirklich auf ihn verlassen, daß er seine Arbeit macht, dabei alles gibt und einen nicht warten läßt. Und dabei bleibt er immer freundlich, bescheiden und hilfsbereit, was ihn zu einem perfekten Mitarbeiter macht, und zu einem Familienmitglied, das ich bei Familie BOARDSTEIN nicht missen möchte. Wir sind ihm zu großen Dank verpflichtet, den ich auch gerne aussprechen möchte, denn Joe hat Dank und Respekt für seine Arbeit verdient, man darf nicht vergessen, daß er mit 'Flick Flock' so nebenbei über den Winter noch ein absolut hochwertiges und sehenswertes Skatevideo geschaffen hat. Es wäre wunderbar, gäbe es mehr so engagierte Menschen in unserer Skateboardszene, die statt großer Worte eher Taten sprechen lassen. Kaum zu glauben, daß seine wahre Stärke eigentlich im Snowboarding liegt... Weiter so, Joe!“
(Arne Fiehl)

 

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Ausgestyleter Frontside 360 Frontside Grab am Feldberg - Bild: Flo Thate 

„Als ich vor ca. 10 Jahren mit meinem Bruder auf dem Feldi war und das erste Mal auf einem Snowboard stand, machte unser Daddy ein paar Fotos wie wir den Hang runter gefahren sind. Joe kommentierte damals die entwickelten Fotos mit dem Spruch "Masse statt Klasse". Dieser simple Satz kommt mir heute immer wieder, wenn mir mal wieder auffällt, mit was für einer Ausdauer und Zielstrebigkeit Joe seine selbstgesteckten Ziele verfolgt. Wenn er etwas macht, dann eben richtig und nicht nur so neben her. Dies gilt natürlich speziell für sein Snowboarding, aber auch hinter der Kamera hat er immer bestimmte Vorstellungen und gibt alles, was er kann, um diese zu verwirklichen...Ehrgeiz ist die treibende Kraft und Business is Business :)“
(Till Beckert)

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Switch Frontside Boardslide durch den Kink im Vanille Noir Snowpark Gstaad.
Bild: Sophie Guggenberger

'nuff said... now let's get started with the interview!


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Wie würdest Du Dich selbst in einem Satz oder einem Wort beschreiben:
Mich selbst…äähm…kreativ, chaotisch, fleißig.

Hast Du irgendwelche besonderen Kennzeichen:
Ich habe eine Narbe am Bauch und mittlerweile auch noch ein paar mehr von verschiedenen Operationen, aber sonst ist alles normal.

Gibt’s was, das Du an Deinem Körper gerne verändern würdest:
Ja, höchstens die Größe, aber sonst eigentlich nichts, alles gut. Also, ich bin froh, daß ich mit meinem Körper viele Sachen anstellen kann, die mir Spaß machen.

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Joe Beckert on heavy rotation: Switch Frontside 720°, Baldenweger Buck. Bild: Flo Thate

Mit welchen Gedanken bist Du denn heute Morgen aufgewacht:
Was für ein schöner Morgen! Ich hab’ meine liebe Freundin im Arm…und ich hab’ natürlich auch daran gedacht, daß ich jetzt lernen muß für meine Prüfung Ende Mai.

Was hast Du denn da für eine Prüfung:
Ich hab’ beim Boardshop Freiburg die Einzelhandelskaufmannslehre gemacht und seit einem Jahr mache ich jetzt eine Weiterbildung zum Handelsassistenten, Sales Manager auch genannt, und im Juli bin ich damit dann ganz fertig.

Der Schnee schmilzt dahin – wie sieht’s rückblickend mit Deinen Erinnerungen an den vergangenen Winter aus:
Eine sehr sehr gute Session war auf jeden Fall in Engelberg beim Freeriden mit meiner Freundin. Da sind wir den ganzen Tag durch den Powder gedüst und kein einziges Mal Piste gefahren. Die Varianten sind halt in Engelberg so toll und die konnten wir wirklich alle an einem Tag ausnutzen, weil’s so viel Neuschnee gab, der sich aber schon ein bisschen gesetzt hatte, die Lawinengefahr war also sehr gering. Da waren ganz viele First-Tracks dabei, Wächten zum reinsprayen und das Wetter war perfekt! Sonst noch war die Session am Wasserschlösschen mit ganz vielen Leuten cool – der Flo Thate hat darüber ja schon berichtet in seinem Profile – da hatte ich, glaub’ ich, den Backside Air meines Lebens gemacht, das war ein hammer Gefühl! Da hat mein Körper danach gezittert, ich hab’ geschrieen, einfach überwältigend war das. In Gstaad im Park (-> zum Checkout) hatte ich auch noch zwei sehr coole Tage und natürlich die tollen Powdertage am Feldberg! Durch den vielen Schnee dort war der Berg diesen Winter nämlich ganz anders zu fahren als die Jahre zuvor und im Backcountry hatten sich viele neue Wächten und Sprünge gebildet.

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Somethin' Else: Backside 180° Tailbonk. Bild: Flo Thate 

Wie würdest du dein Snowboarding beschreiben?
Progressiv. Es ändert sich ständig, was natürlich auch mit meiner Crew zusammenhängt. Die ersten Jahre haben wir uns jedes Cliff und jede Wächte runtergeworfen. Dann kam die Zeit mit den vielen Kickertricks und Rotationen. Um 2000 herum fand ich dann das ganze Rodeo- und Flip-Zeug gut. Weniger Spin aber dafür Upside Down. Gleichzeitig begann auch die ganze Railgeschichte. Das wurde mir dann schon recht wichtig und ich bin immer mehr Rails in der City gefahren. So um 2002 habe ich voll Bock auf Switch Tricks bekommen und diese an Kickern und Rails probiert. 2003/2004 war ich dann knapp 40 Tage in Engelberg und bin dort viel Pipe und Park gefahren. Dann kamen einige Verletzungspausen und heute bin ich verstärkt im Hinterland unterwegs.
Ich versuche mir meine Lieblingstricks aus jeder Phase zu bewahren, zu verfeinern und zu kombinieren.

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Cliffdrop mit Frontside Festhalten, Lungern. Bild: Sophie Guggenberger 

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Gastfrage von Ingo Hildebrandt: Wie hast du es mental geschafft nach deinen zahlreichen Verletzungen wieder so stark zu fahren?
Man darf einfach nie die positive Einstellung zum Snowboarden verlieren. Wie Meister Joda schon sagte: „Furcht führt zu Hass und Hass führt zu unsagbarem Leid“. Darum konzentriere ich mich auf „die gute Seite der Macht“. Ich freue mich jedes mal wieder wie am ersten Tag, wenn ich auf dem Brett stehe. Diese Lust am Shredden behüte ich mir wie einen Schatz. Der Spaß an der Sache ist der Schlüssel zum Erfolg. Aus dem guten Gefühl nach einer Session gewinne ich Kraft und Motivation für die nächste.

thumb_bs180sw5050lip.gifInwieweit ist Snowboarding für Dich eine technische Angelegenheit und wo spielt das Gefühl eine Rolle?
Verschiedene Moves benötigen verschiedene Bewegungsabläufe, die man durchaus auch technisch aufdröseln und rational erklären kann. Aber ein zentraler Punkt für mich ist, wie sich ein Trick anfühlt. Wenn mir nicht nach einem Trick ist, dann mache ich ihn auch nicht. Ganz besonders bei Grabs kann man das, was man dabei empfindet, gut zum Ausdruck bringen. Nicht umsonst wird der Melon to fakie in der Pipe auch Sad to fakie genannt. Ich persönlich mag das Gefühl beim Backside Air besonders, genauso wie Switch Frontside Rotationen und Switch Frontside Boardslides. Auch ein kraftvoller Vitelli-Turn im frischen Powder ist natürlich ein unvergessliches Gefühl.

Links: Technische Angelegenheit, Backside 180 to Switch 50-50 to Lipslide bei den Vanillaz in Gstaad. Sequenz: Sophie Guggenberger. Klick für größer - 2.23mb 

Freeriden vs. Railaction – sag mal Deine Meinung dazu?
Grundsätzlich erfordert beides ein hohes Fahrkönnen, darum respektiere ich beides. Nirgends wird man so hart für falschen Kanteneinsatz bestraft wie auf Rails. Nichts erfordert solche Präzision. Das kann man höchstens noch mit extremen Situationen im Gelände vergleichen. Auch hier können kleinste Fehler tödlich enden. Wer mich kennt, weiß, daß ich diese Saison mehr in Powderwolken, als auf Streetrails verbracht habe.

Andere Leidenschaften von Dir sind unter anderem die Photographie und Filmerei. Erzähl doch mal kurz was dazu:
Ich mache einfach gerne Photos, aber auch die Filmerei gehört dazu. Die beiden Freiburger Boardsportstreifen sind sehr gut angekommen, wobei das Snowboardvideo („Chilling In The Name Of“ -> Review) jetzt nicht so eingeschlagen ist, weil’s da einfach in Deutschland im Vergleich noch viel viel bessere Produktionen gibt. Das SnowVideo war aber auch mehr eine bunt zusammen gewürfelte Geschichte von verschiedenen Locals, die Material abgegeben und ich es dann geschnitten habe. Beim Skateboardvideo („Flick Flock“ -> Review) hingegen, hab ich halt schon wirklich fast alles selbst gemacht. Das SkateVideo ist in Deutschland recht gut angekommen und sehr angesehen, da halt auch sehr gute Fahrer dabei sind. Vielen Fahrern hat das Video sicher einen Kick gegeben und allgemein der Szene in Freiburg viel Aufmerksamkeit gebracht.

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Der Feldberg lud dieses Jahr besonders zum Powdern ein. Backside Slasher, Bild: Flo Thate 

Filmst Du auch noch in anderen Bereichen:
Ja, ich hab’ durch verschiedene glückliche – oder unglückliche – Umstände so ne HipHop-Crew aus Freiburg kennengelernt, Rapkilla heißen die, und die haben mich vor zwei Jahren eigentlich überhaupt erst zum Filmen gebracht muß man fairer Weise sagen. Durch ein Musikvideo („Gimmirdaigeld Freiburg“ -> rapkilla.de), daß ich damals für die gefilmt und geschnitten hatte, entstand dann überhaupt die Motivation für das Skateboard- und Snowboard-Video. Danach bekam ich von einem Rapper aus Zürich einen Auftrag und dieses Video lief dann auch auf VIVA Schweiz und im Schweizer Fernsehen. Mittlerweile hab ich jetzt noch ein zweites Rapkilla-Video („Let’s Get Loose“ -> rapkilla.de) von dem Ami Brian, der sich „Blessed Child“ nennt und jetzt auch bei denen in die Crew dazu gestoßen ist, in Frankfurt mit ner langen Stretch-Limousine, vielen Leuten, den Hells Angels, Azad und was da sonst noch für Leute dabei waren, gemacht und es ist einfach eine Horizonterweiterung für mich gewesen. Die Jungs sind halt alle sehr witzig und ich hab’ mit denen eigentlich immer ein recht professionelles Verhältnis.

Kannst Du Dir vorstellen auch mal einen Porno zu drehen:
Von Pornos spricht man nicht, Pornos macht man! Ja, also allerhöchstens hinter der Kamera….wenn’s Geld stimmt!

Wie wär’s mit Aktphotographie:
Ouh, da bin ich mega unerfahren, also weiß ich nicht, ob ich das könnte, hab ich noch nie gemacht. Ich versuche grad Fahrradfahrer zu photographieren, das ist schon schwer genug!

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Good ol' Indy Air am Feldi. Bild: Jo Meschede 

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Was bedeutet für Dich Erfolg:
Erfolg ist für mich eine schöne Begleiterscheinung, wenn ich Spaß habe. Also Spaß ist mir sehr wichtig und einfach ein gutes Erlebnis, ein gutes Gefühl, sei es jetzt bei nem Contest oder bei ner Session oder wenn ich sonst irgendwas erreiche. Erfolg ist für mich aber nicht unbedingt wichtig, im Vordergrund steht dabei für mich wirklich der Spaß.

Was würdest Du mit einem Lottogewinn von 6 Millionen Euro anstellen:
Ich würd’s keinem erzählen!

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Stufen zählen geht hier nicht, aber glaubt uns, es sind 25. Switch Lipslide, Feldberg.
Bild: Peter Ulrich
 

In einem Interview hast Du mal gesagt: „Sex vor dem Boarden macht müde“ – Stehst du heute immer noch zu dieser Aussage?
Ach, was interessiert mich mein Geschwätz von gestern…

Bist Du ein Beziehungsmensch oder stehst Du mehr auf schnelle Dinge:
Die Welt ist sehr schnell, dreht sich immer schneller und alles ändert sich, nur ich bin der Meinung, daß Liebe und Beziehung eine andauernde Sache sind und Liebe erst im Lauf der Zeit wächst. Darum bin ich da eigentlich gerade das Gegenteil dazu, OneNightStands sind nichts für mich, also mach ich nicht gerne. Die ganzen Qualitäten von einer Liebesbeziehung kommen eigentlich erst im Lauf der Zeit zum Vorschein.

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All Time Favourite: Backside Air, Feldberg. Bild: Flo Thate

Was törnt Dich bei Frauen an:
Das ist schwierig zu sagen, also, was ich am aller attraktivsten an Frauen find, ist Intelligenz. Grundsätzlich, wenn Frauen was im Kopf haben und eine gute Seele, dann find ich das viel mehr wert als irgendwelche äußeren Merkmale. Ansonsten find ich natürlich ein hübsches Äußeres schon schön….also als Photograph ist man ja auch sehr Optik fixiert, darum könnte ich, glaube ich, nicht mit einer Frau, die mir optisch gar nicht gefällt, zusammen sein.

Wie lautet denn Deine User-ID hier auf boardmag.com:
Wishmob, aber ich hab keine Ahnung wie ich darauf gekommen bin.

Was war bislang der wichtigste Moment in Deinem Leben:
Boah, das ist voll schwierig…Also, mit meiner Freundin hab ich schon sehr sehr viele wichtige Momente gehabt, auch mit meiner Familie, aber ich würde jetzt keinen speziellen rauspicken können. Auf jeden Fall hat’s immer was mit Menschen zu tun gehabt.

joe_7jahre_photo_roland_bur.jpgGibt’s irgendwas, das Du vermisst in Deinem Leben:
Am ehesten vielleicht vermisse ich die Unbeschwertheit meiner Kindheit, das versuche ich mir eigentlich auch immer noch ein bisschen zu bewahren so weit es geht. Aber dieses ganz sorglose in den Tag hinein leben ohne überhaupt daran zu denken, was nächste Woche ist, was in einem Jahr sein wird, das vermisse ich manchmal ein bisschen. Das Erwachsenwerden geht halt doch viel mit Planung einher.

Links: Joe als Frechdachs mit 7 Jahren. Bild: Irmgard Beckert

Wovor hast Du Angst:
Vor allem seit meiner Rückenverletzung habe ich natürlich schon immer Angst mich so schwer zu verletzen, daß ich im Rollstuhl sitzen muß. Ein bisschen Berührungsängste oder Respekt habe ich sonst auch noch vor großen Schlangen. Ansonsten, ich glaub das einzige wovor man sich eigentlich fürchten muß, ist die Bösartigkeit mancher Menschen.

Wann und warum hast Du zuletzt geweint:
Das letzte Mal geweint habe ich bei der Beerdigung von der Oma von meiner Freundin, das ist noch gar nicht lange her. Bei einem Film kann ich auch mal weinen. Also wenn mir danach ist, dann laß ich’s auch raus.

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Switch ins Linachtal gedroppt... Bild: Flo Thate 

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Was ist Deine größte Leidenschaft:
Meine größte Sammelleidenschaft sind Skate- und Snowboard-DVDs, da hab ich eine recht große DVD-Sammlung mit ein paar hundert Originalen, und natürlich sammele ich auch Skate- und Snowboard-Magazine.

Ohne was willst und kannst Du nicht mehr leben:
Ohne meine Freundin will ich nicht mehr leben, das ist ganz wichtig und ein elementarer Teil in meinem Leben. Und klar, Sport und Bewegung allgemein mache ich einfach sehr gerne, das merke ich immer besonders nach langen verletzungsbedingten Ruhepausen.

thumb_5050revert.gifNoch unerfüllter Traum:
Ich will noch ein bisschen in der Welt rumkommen, gerade jetzt, wo ich hoffentlich bald meine Ausbildung gut abgeschlossen hab. Nachdem ich also die letzten drei Jahre eher auf Sicherheit gelebt habe, suche ich jetzt wieder das Risiko und möchte auf jeden Fall noch eine Weile lang in anderen Ländern leben. Und Bungeespringen oder einen Fallschirmsprung würde ich gern mal noch ausprobieren, aber nur wenn es sich ergibt.

Links: Freizeit Frontside 50-50 Revert, "Mosaik Ledge", Freiburg. Sequenz: Julius Lehmann. Klick für groß (1.15mb) 

Wer wird Fußball-Weltmeister diesen Sommer:
Das ist voll schwierig, also ich glaub, daß man Italien nicht unterschätzen darf. Ich hoffe, dass es nicht Deutschland oder Brasilien wird, sondern daß wir jemanden haben, von dem wir’s eigentlich nicht erwarten.

Wie sehen Deine Zukunftspläne aus:
Ich will schauen, dass ich im Boardshop noch eine gute Zeit habe, weil ich da auch gerne arbeite und mit den Leuten gut klar komme. Ansonsten möchte ich eben noch für eine längere Zeit ins Ausland gehen und schauen, daß ich da Phototechnisch noch Neuland erlebe. In Zukunft kann ich mir vorstellen bei einer Skateboardfirma zu arbeiten, dort im Handel, im Vertrieb, oder als Photograph oder Teammanager oder Tourmanager oder alles zusammen. In zehn Jahren hätte ich gerne ein Haus am Meer und eine kleine Familie.

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Kugelige Sache: Frontside Invert Revert. Bild: Jo Meschede 

Gibt’s sonst noch was, das Du gerne loswerden möchtest:
Es klingt zwar abgedroschen, aber „Nutze den Tag!“ finde ich schon schön. Also nicht rumzuhängen, sondern was aus seinem Leben zu machen und daß man versucht seine Fähigkeiten zu pflegen oder vielleicht auch erst seine Talente zu entdecken und zu fördern, aber auf jeden Fall viel Spaß zu haben im Leben, glücklich und zufrieden zu sein mit sich selbst, seiner Umgebung und mit seinem Leben. Es gibt unglaublich viele Leute und Freunde, die ich grüßen möchte, darum laß ich’s eigentlich lieber ganz weg, weil die wichtigen Leute wissen, daß sie mir wichtig sind!

Bin gespannt auf die Fortschritte Deines „Frontside Tailslide Upside Down”…nakupenda Joey! (Sophie)

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Normalerweise verlässt Joe sich nicht auf nur ein Standbein. Bild: Sophie Guggenberger 


 

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