
Es began wie eine ganz normale Reise. Die zu dieser Zeit ausschließlich aus Rollbrettfahrern bestehende Wohngemeinschaft, in der gleichzeitig auch noch alle drei Mitglieder das Nebenhobby der Photographie fröhnten, hatte Bock auf Tour. Keiner konnte jedoch ahnen, was dieser Trip für Auswirkungen auf einen von ihnen haben sollte...
Der Plan:
Aber erstmal zurück zum Anfang! Sebi kam gerade aus Neuseeland zurück und wollte mal wieder mit den Kumpels ein bisschen "quality time" verbringen. Da bietet sich eine Tour mehr als an. Mehrere Faktoren fielen zusammen und daraus entstand der Plan:
1. Von Freiburg in den Ruhrpott fahren um dort Holz zu hacken und so unsere Urlaubskasse aufzufüllen.
2. Weiterfahrt nach Berlin mit Inge, die im Ruhrpott zu uns stößt.
3. Vier Tage Berlin rocken und wieder to fakie nach Freiburg.
Die Teilnehmer:
Zur allergrößten Freude des Heimkehrers musste dieser feststellen, dass Bo nun auch bei Phil und ihm hauste und so waren die Crew eigentlich schon gefunden. Glatzi wollte das Trio ursprünglich auch begleiten, aber brach sich zwei Tage vor Beginn bei einem fiesen Slam in Pudis Rampe den Ellenbogen. Mittlerweile ist er schon wieder munter am Rollen...
The Beginnings:
Auf dem Weg von Freiburg nach Mülheim machten die drei nach viel zähfließendem Verkehr bei Bruchsal halt, um den örtlichen Skatepark als offiziellen Tourbeginn zu besuchen:
Bo "Christian" Schneider war im Bluntmodus unterwegs und machte das erste mal wieder einen Bluntslide seit langem. Dadurch beflügelt kam er in den Sessionflow und stand kurz darauf...
...den ersten Fs Bluntslide seines Lebens. Jetzt schien alles möglich!
Phil Gehrke machte seine Signature Fakie Nosegrind mit Hacken und wer jetzt "nicht gestanden" schreit, der sollte sich den Beweis zu Gemüte führen:
Wer das nicht versteht, dem kann nur noch hiermit geholfen werden... Die drei jungen Herren hatten schließlich in den nächsten beiden Tagen ordentlich Holz zu spalten, und so übte Phil das hacken hier schon einmal.
Bo gab Vollgas und verzerrte jegliche Realität mit diesem Fs Feeble durchs scheinbare Cornercurb.
Nach der Session vollkommen am Ende verfiel er in einen Zustand, den die anderen beiden lange nicht deuten konnten. Etwas schien sich in ihm zu ändern. Er faselte nur noch wirres Zeug von Fs Bluntslides überall und war äußerst apathisch...
Phil fühlte sich hingegen klar wie schon lange nicht mehr und schwebte über den Dingen genauso wie über diesem fast schon hippiegejumpten Heelflip to fakie, der first Try entstand, ohne vorherige Absprache zwischen ihm und Sebi, als dieser gerade seine Kamera einpacken wollte, aber dann doch noch stumpf den Photoapparat reinhielt, wie ein Liebestoller etwas anderes. Genau hiernach ging es wieder mit Sack und Pack ins Auto um nach kurzer Stärkung im lokalen Supermarkt den restlichen Weg nach Mülheim/Ruhr anzutreten.
Das Wochenende:
Auf das was an den beiden darauffolgenden Tagen im Ruhrgebiet geschah wird an dieser Stelle nicht besonders eingegangen. Die Geschichte klingt ähnlich wie diese oder jene . Die drei haben vormittags Äxte in Baumstumpen rasen lassen und nachmittags sind sie auf kleine Abstecher zu exquisiten Skatespots gegangen. Phil machte sich gut als Hack-Novize, das Training vom Vortag machte sich bezahlt. Auch Bos Lage schien wieder stabiler, aber vielleicht hat die stumpfe Tätigkeit auch die Aufmerksamkeit für sein Leiden gemindert.
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Zur besseren Veranschaulichung - So ähnlich kann man sich das Wochenende vorstellen...
Berlin:
Inge kam Sonntag abends an und am nächsten morgen ging es für die nun als Quartett auftretende Truppe auf die sehr gemütliche und ausgelassene Autofahrt richtung Hauptstadt. Es wurden lustige Aufzählungsspiele durchgeführt, bei denen unter anderem schnell klar wurde, dass es zumindest theoretisch unendlich viele Sexpositionen geben kann... (a.k.a. "Das Legoprinzip") Jeder weiß jedoch, dass dies in der Praxis häufig ganz anders aussieht.
Der Hauptgrund warum die Inge mitkam hieß Mehl auf italienisch und wohnte in Kreuzberg. Mehl hatte am Tag der Ankunft Geburtstag und so gab es abends erstmal Party. Als Bo Mehl sah war er sehr entzückt, doch selbst Mehl konnte Bo nicht mehr helfen, auch wenn Mehl vielleicht wollte. Es hatte begonnen! Als die Party und der von den Jungs gekaufte Kasten fertig war übernachteten alle bei Mehl. Als Mehl, Inge, Sebi und Phil am nächsten Morgen aufwachten war Bo verschwunden. Zwar nicht körperlich, aber psychisch war er nicht mehr da. Als seine Hülle dann zielstrebig und sogar ohne zu frühstücken in einen Zweitehandladen lief und anschließend wieder so herauskam um sich den anderen als Jack Art (DER Jack Art) vorstellten, war die Metamorphose komplett:

Inge und Mehl fanden ihn sofort stylisch und wurden wuschig, doch die Jungs waren anfangs etwas verwirrt. Als Jack Art dann meinte er habe Lust auf Rollen und noch mehr Bock auf Frühstück, fassten sie den Schluß nicht zum Nervenklempner zu gehen, sondern das Abenteuer einzugehen und mit einem schizophrenen Bo / Jack Art Berlin unsicher zu machen. Das stellte sich als die beste Idee heraus, auf die sie nur kommen konnten. Jack Art war in allen Lebenslagen Chef! Er war nicht nur eine Inspiration für jede Session (NEIN, er war die Session!), sondern teilte seine Weisheiten großzugig mit jedem, der ausdrücklich nicht danach gefragt hatte.

Irgendwann während der Session fragte er dann in die kleine Runde, wer denn einen vernünftigen Frontside Boneless vorzuweisen hatte. Phil wurde ganz aufgeregt und meldete sich gleich "Hier! Guck mal ich kann Boneless!"

Die anderen beiden waren noch im Taumel der Gefühle über diesen Bänger, als Jack selbstzufrieden die Knick-Bank hochkam und Weisheit sprach: "Ein Mann hat zwei Hände und er hat sie um sie zu benutzen!" Sebastian und Phillip verstanden. Dann geschah das Unfassbare. Jack Art bot an, ein Bild mit einem der beiden zu schießen, "aber nur mit einem, ich möchte nicht, dass mein Stil durch einen möglichen Wechsel gestört wird. Ein Mann hat zwar zwei Hände, aber nur ein Gehirn!" Jetzt klatschten die Weisheiten den Jungs nur so um die Ohren und während sie alles noch nicht richtig verarbeiten konnten hatte Sebi das Schere-Stein-Papier-Spiel gewonnen, woraufhin Phil ihm am liebsten ins Gesicht geschlagen hätte.


Bei Mehl angekommen ging es erstmal zum Araber Essen und dort wurde fürstlich gespachtelt. Jack zog sich drei 0,5 Bier in 10 Minuten rein, denn er hatte den Durst des Gerechten. Abends wurde noch good-old Scharade gespielt, in dem Jack Art das männliche Team, durch die pantomimisch perfekte Darstellung eines Fs 50-50 Shove-it outs, auf den gesuchten Begriff "Mack McKelton" brachte und so zum Sieg über die hinterlistigen Weiber führte. Alle verstanden sich super und freuten sich des Lebens, nur Mehls Mitbewohnerin war nicht so geflasht, da die ganze Meute bis tief in die Nacht gröllend am Spiel mitfieberte. Sie traute sich jedoch nichts zu sagen wegen der jackartschen Anwesenheit.




















