DVD-Review: Get Familiar

  • Boardmag
  • 23.01.2007

Get Familiar. Schon der Name des Videos sagt einiges aus. Keine Firma, sondern ein Filmer hat dieses Werk ins Leben gerufen. Chris Hall ist sein Name. Im kurzen Intro werden uns Donny Barley, Bobby Worrest, Casey Rigney, Zach Lyons, Deawon Song, Darran Harper, Gonz und Casey Rigney auf recht eigenwillige Art und Weiße vorgestellt. Bails, Old- und New-School so wie einfache Portaits.


Bobby Worrest kommt als erster auf die Leinwand. Vor diesem jungen Mann liegt noch eine große Zukunft. Lines kann der fahren – unglaublich. Nollie FS Crooks, Noserind revert und zum Abschluss SW FS Crooks. Und so schön. BS Bigspin to Tail hat er genauso drauf wie Nollie FS Noseslide am Handrail. Der Part bietet alles was man sich vorstellen kann. Harte Gaps, technische Handrailtricks sowieso, saubere Lines und Einzeltricks. Eine gemischte Tüte möchte man schon fast sagen.


Fabio Christiano flimmert als nächster über die Mattscheibe und lässt Anfangs den Eindruck entstehen, er sei eher einer der stumpferen Art. Bis die erste Line kommt - FS Boardslide pop out to fakie, SW BS Bigspin und am Ende Fakie Nosgrind. Spätestens bei der zweiten Line, bei der er am Ende auf eine Ledge poppt, um einen Nollie Heeler to fakie zu machen, sind alle Vorurteile verflogen. Leider ist der Part recht kurz, dafür aber sehr gelungen.


Casey Rigney übernimmt und zeigt recht eigenwillige Tricks an vielen Spots, die wahrscheinlich nur er kennt. Leider ist auch dieser Part ungefähr genauso kurz, wie Fabios, aber die Zeit nutzt Casey ebenso gut und zeigt uns, dass man sich nicht auf eine Art spezialisieren muss. Einfach Lines, wie 5-0, Bs Nollie und SW Ollie über ein hohes Rail, entsprechen vielleicht nicht höchsten Ansprüchen, ist aber allemal schön anzuschauen. Genau wie Nollie Overcrook FS Nollie off an einem Rail. Wobei das schon höchsten Ansprüchen entspricht.


Donny Barley ist als nächster an der Reihe. Sein Skaten: Kompromisslos und einfallsreich. Sein Style: Eine Augenweide. Man bekommt das Gefühl, dass er kleine Banks und Quarters sehr ins Herz geschlossen hat. SW Wallie hier, BS Tail da und BS Smith dort. Das geht auch so weiter, aber er zeigt auch FS 180 SW Nosewheelie BS Shove-it off. Ein sehr guter Part mit ein paar „WOW-Effekten“.


gtnx8James Graig folgt mit technischem Skaten, wie man es von ihm gewohnt ist. FS Blunt Bigspin off macht nicht jeder - schon gar nicht in einer Line. BS Smith FS Shove-it off ist auch kein Zuckerschlecken und BS Heellflip to Tailslide, den er auch noch über ein Curb poppen muss, um auf das andere zu kommen, mal überhaupt nicht. Sehr Curb- und Rail-lastig, aber das tut dem Part keinen Abbruch, eher im Gegenteil. Hast du gut gemacht, James.


Reese Forbes kommt mit viel Energie und Geschwindigkeit. Lässt No Complys zu neuem Leben erwecken und steht auf Hydranten. Leider ist der Part sehr kurz, daher verrate ich lieber gar nichts, bevor ich den ganzen Part ausplappere.


Zach Lyons hat ganz eindeutig seine eigene Art seine Umgebung zu skaten. Schwer zu beschreiben, aber wenn da ein Zaun ist, der eine Bank selbst mit Hippie Jumps unstakebar macht,  baut Zach das einfach in eine kleine Line ein. Eigenwillige Bankkonstruktionen (die zum Hinsetzen) „überfährt“ er genauso einfach wie er Crooks to Nosewheelie Shove-it off macht. Ein Junge, der es vom Ideenreichtum locker mit Lui Barletta oder Paul Sher aufnehmen kann. Mehr davon!


Die Montage besteht hauptsächlich aus technischem Streetskaten, von vielen verschiedenen Fahrern.


Joey Pepper macht mit 50 Schlägen pro Minute weiter. Der Typ sieht so aus, als könne man auch während man skatet seinen Ruhepuls halten. Bei ihm wird jeder Streetskater auf seine Kosten kommen. Rails, Ledges, Curb, Flat, Gaps, Downhill, es ist einfach alles dabei. Gleich zu Beginn gibt es einen Noseslide pop over. Wunderschön. Es geht weiter mit einer Mischung aus Banks, Lines, Flatgaps und Curbtricks. Es gibt auch einen Nosegrind, durch ein Bananacurb, den er ausbalanciert und ausfährt, als wäre es das Normalste der Welt. Wirklich ein sehr entspannter Kerl. Vielleicht ja auch ein Roboter. Nein, nicht bei dem Style.


Gonz erweist uns die Ehre und muss, wie soll es auch anders sein, erstmal reden. Ich glaube über diesen Herren muss ich nicht viel schreiben, es würde sowieso nichts von dem Vermitteln, was er macht und wie er sich gibt.


Kommen wir also zu Daewon Song. Über ihn muss man zwar auch nicht mehr viel Schreiben, aber man kann es. Nach ein paar Streettricks nimmt er in gewohnter Art ein paar Pools auseinander. Ich versteh einfach nicht wie man bei solchen Tricks noch so heizen kann. Nachdem er damit fertig ist, geht es wieder zurück auf die Straße, wo er sich von seiner Schokoladenseite zeigt. FS 180 Fakie Nosegrind BS revert in einer kleinen Bank ist eine Ansage. Genauso wie Inward Heel in einer umgekehrten Hip. Dann kommt er wieder in die Rundungen zurück und zeigt Tricks wie Shove-it Blunt Flip off. Nach dem er sich dort ausgetobt hat, kommen Manueltricks. Wenn ihr das Almost Round Three gesehen habt, wisst ihr was euch erwartet. Zwar nicht ganz so viel, aber ganz schön fies. Was für einen Gleichgewichtssinn hat der Mann eigentlich?


Zu guter Letzt kommt Darren Harper. Der Mann putzt sich morgens bestimmt auch Switch die Zähne und brüht Kaffee kopfüber auf. So viel und so gut Switch und Fakie fährt wohl kaum ein Anderer. SW FS 5-0 an einem hüfthohen Curb bestätigt, dass dieser Mann mit den Füßen zuerst geboren wurde. Auch seine Lines bewältigt Darren fast nur Switch und Fakie. Aber auch Nollie BS Heeler kann er über ein dickes Curb poppen. Poppen kann er sowieso wie ein Kangaroo. Darren kommt überall hoch, auch Switch.


Das Outro besinnt sich eher auf geschriebenes statt auf gefilmtes. Leider. Das Video im Ganzen ist allerdings sehr gut gelungen.


Das Video soll auch einen Anstoß dazu geben, dass Firmen zusammen für Skateboarding und nicht gegeneinander arbeiten sollen. Die vielen verschiedenen Fahrer und unterschiedlichen Sponsoren verstärken meine Theorie. Aber das nur meine Theorie.

 

Offizielle Homepage: getfam.com 

 

Trailer

 


 

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