Bail Out mit Paul Weisser - unterstützt von Goldie und Luke

  • Boardmag
  • 18.08.2011

 

"Bail Out -mit Paul Weisser, unterstützt von Goldie und Luke"


Nach einer knapp 2- wöchigen Tour hat sich so einiges an Bildmaterial angesammelt, da man ja mehr oder weniger versucht, alles was es wert(sic!) ist, mit der Kamera festzuhalten. Dann gibt es da leider die fiesen Zwickmühlen für Fotografen: Der Bail. Man versucht einen Trick zu schießen und merkt schnell das Bild und Trick gut sind, aber: Der Trick wird einfach nicht ausgefahren, nicht mal mit beiden Händen und Arsch am Boden, keine Chance! Landen hin oder her, er muss gestanden sein, so stehts in der Skateboard-Bi(e)bel! Pechvogel der diesjährigen Sommer Tour, die uns von Freiburg über Heidelberg nach Köln, in den Ruhrpott und über Göttingen nach Berlin führte, war dieses Mal Paul...

Wenn man auf Tour einen Trick, sagen wir mal einen etwas härteren, ernsthaft versucht, hat man immer im Hinterkopf: Den musste jetzt machen, an den Spot kommste so schnell nicht noch einmal. Jetzt oder Nie! Das kann zu einer ordentliche Extraportion Druck führen, der leider nicht immer durch ein Happy End abgebaut werden kann. Paul war bei jedem seiner gebailten Tricks immer ganz ganz knapp davor das Ding erfolgreich auszufahren und manchmal einfach in der Hand von höheren Mächten wie Regen oder einsetzender Dunkelheit. Falsche Zeit, falscher Ort - so kam es mir manchmal vor. Schade um die schönen Bilder, aber Paul hat genügend Dinger gestickt, um sich über die Bails keinen Kopf machen zu müssen. So ist das halt als Skateboarder, egal ob harter Move oder nicht, manchmal geht es einfach nicht. Ich will das gar nicht vergleichen, aber wenn man dann mal knapp 2 Stunden den selben Trick versucht, so ging es mir an den Charite´ Curbs in Berlin, und dann kurz davor ist den Trick zu machen und mehrmals landet, aber einfach zu am Ende ist und keine Kraft mehr hat das Ding weiter zu fahren, sollte man einfach aufhören, was  solls! In Goldies Fall verurteile eine Rille, parallel laufend zur Ledge eine erfolgreiche Ausfahrt. Versucht hat er es trotzdem und mit ein wenig Glück hätte es geklappt. Etwas Glück fehlte auch Luke, der einen ordentlichen Elch kassierte. Seine Hüfte und Ellenbogen weigerten sich darauf hin erfolgreich und verhinderten weitere Versuche...

So ist das Leben! Und weil das manchmal böse und gemein ist, gibt es hier eine ordentliche Auswahl an Fotografien, die versuchen erfolgreiches Scheitern von seiner schönsten Seite zu zeigen. Mit Träne (oder Zwei) im Knopfloch, leider, leider, aber gut, bitte sehr!


 
paulfsnosegrindpopoutwiejetzt.jpg

"So bald ich grinde, drücken und ziehen gleichzeitig und wupp, rausgehebelt! Irgendwie so ging das doch?!" 



 
 
 
paulfsnosegrindpopout.jpg
 
Paul Fs Nosegrind Pop Out Try in Köln, an runden Rails noch ohne Erfolg, weil auch noch nie am Flatrail gemacht, hat der Trick in Berlin an einer Ledge geklappt. Wait and see!




 
paultreflip.jpg

Da haben wir ja doch noch Spots in Köln gefunden. Fliptricks an extrem roughen Spots können zum Scheitern verurteilt sein, wenn man schon beim abpoppen die Hälfte des Tails an den Boden verliert. Dennoch hat Paul den Treflip oft gelandet, nur ein Ticken hat gefehlt...




 paultreflipbreaker.jpg
 
...ein Ticken der zum Tropfen auf den heißen Stein wurde. Manchmal muss man seiner Wut aber auch freien Lauf lassen, dass gute Stück war auch schon ordentlich durch. Hack nai!


 
 
luketreflip.jpg

Extra nach Berlin getrampt und dann am patentierten Stylo Treflip (in der miesesten Bank die ich kenne!) gescheitert und sich ordentlich Blessuren abgeholt. Du meinst das ist das Gegenteil einer Erfolgsstory? Frag mal Luke, der Weg ist das Ziel!




goldieswk.jpg

Man kann die fiese Rille sehr gut erkennen, die Goldie an der bei Switch Crooks seit Jahren gewohnten parallelen Anfahrt auf die Ledge hinderte. Manchmal steckt der Teufel im Detail, knapp wars trotzdem!




paulswfsheel.jpg

Sehr knapp war auch dieser Switch Frontside Heelflip, aber grade an Stufen bestimmt  der Körper wann Ende ist, da Anfahrt und Aufprall ordentlich schwächen. Da kann man dann auch mal eine Handvoll Versuche hintereinander landen und 2 bis 3 Meter weiterfahren, nur um dann vor Erschöpfung umzufallen...Damm!



paulpupektt.jpg

Das gemeinste Kapitel des Bail Artikels und zugleich der letzte Trick der von unserer Truppe in Berlin probiert wurde, leider ohne Erfolg! Der von vielen "geforderte" Pupeki...




paulpupektf.jpg

...scheiterte an Dunkelheit, Regen, mangelndem Zeitplan und Hunger, sowie der Erschöpfung, die man nach knapp 2 Wochen Tour mit sich herumschleppt. "Ich bin halt kein Typ der auf Abruf kann." (O-Ton Paul auf der Rückfahrt) Ich sage: Gott sei Dank!




Mehr Bails und andere Perspektiven auf einige der Moves vom Berliner Bo, gibt es hier zu sehen:

 
 
 

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