"Bail Out -mit Paul Weisser, unterstützt von Goldie und Luke"
Nach
einer knapp 2- wöchigen Tour hat sich so einiges an Bildmaterial
angesammelt, da man ja mehr oder weniger versucht, alles was es
wert(sic!) ist, mit der Kamera festzuhalten. Dann gibt es da leider die
fiesen Zwickmühlen für Fotografen: Der Bail. Man versucht einen Trick zu
schießen und merkt schnell das Bild und Trick gut sind, aber: Der Trick
wird einfach nicht ausgefahren, nicht mal mit beiden Händen und Arsch
am Boden, keine Chance! Landen hin oder her, er muss gestanden sein, so
stehts in der Skateboard-Bi(e)bel! Pechvogel der diesjährigen Sommer
Tour, die uns von Freiburg über Heidelberg nach Köln, in den Ruhrpott
und über Göttingen nach Berlin führte, war dieses Mal Paul...
Wenn
man auf Tour einen Trick, sagen wir mal einen etwas härteren, ernsthaft
versucht, hat man immer im Hinterkopf: Den musste jetzt machen, an den
Spot kommste so schnell nicht noch einmal. Jetzt oder Nie! Das kann zu
einer ordentliche Extraportion Druck führen, der leider nicht immer
durch ein Happy End abgebaut werden kann. Paul war bei jedem seiner
gebailten Tricks immer ganz ganz knapp davor das Ding erfolgreich
auszufahren und manchmal einfach in der Hand von höheren Mächten wie
Regen oder einsetzender Dunkelheit. Falsche Zeit, falscher Ort - so kam
es mir manchmal vor. Schade um die schönen Bilder, aber Paul hat
genügend Dinger gestickt, um sich über die Bails keinen Kopf machen zu
müssen. So ist das halt als Skateboarder, egal ob harter Move oder
nicht, manchmal geht es einfach nicht. Ich will das gar nicht
vergleichen, aber wenn man dann mal knapp 2 Stunden den selben Trick
versucht, so ging es mir an den Charite´ Curbs in Berlin, und dann kurz
davor ist den Trick zu machen und mehrmals landet, aber einfach zu am
Ende ist und keine Kraft mehr hat das Ding weiter zu fahren, sollte man
einfach aufhören, was solls! In Goldies Fall verurteile eine Rille,
parallel laufend zur Ledge eine erfolgreiche Ausfahrt. Versucht hat er
es trotzdem und mit ein wenig Glück hätte es geklappt. Etwas Glück
fehlte auch Luke, der einen ordentlichen Elch kassierte. Seine Hüfte und
Ellenbogen weigerten sich darauf hin erfolgreich und verhinderten
weitere Versuche...
So ist das Leben! Und weil
das manchmal böse und gemein ist, gibt es hier eine ordentliche Auswahl
an Fotografien, die versuchen erfolgreiches Scheitern von seiner
schönsten Seite zu zeigen. Mit Träne (oder Zwei) im Knopfloch, leider,
leider, aber gut, bitte sehr!
"So bald ich grinde, drücken und ziehen gleichzeitig und wupp, rausgehebelt! Irgendwie so ging das doch?!"
Da
haben wir ja doch noch Spots in Köln gefunden. Fliptricks an extrem
roughen Spots können zum Scheitern verurteilt sein, wenn man schon beim
abpoppen die Hälfte des Tails an den Boden verliert. Dennoch hat Paul
den Treflip oft gelandet, nur ein Ticken hat gefehlt...
...ein
Ticken der zum Tropfen auf den heißen Stein wurde. Manchmal muss man
seiner Wut aber auch freien Lauf lassen, dass gute Stück war auch schon
ordentlich durch. Hack nai!
Extra
nach Berlin getrampt und dann am patentierten Stylo Treflip (in der
miesesten Bank die ich kenne!) gescheitert und sich ordentlich Blessuren
abgeholt. Du meinst das ist das Gegenteil einer Erfolgsstory? Frag mal
Luke, der Weg ist das Ziel!
Man
kann die fiese Rille sehr gut erkennen, die Goldie an der bei Switch
Crooks seit Jahren gewohnten parallelen Anfahrt auf die Ledge hinderte.
Manchmal steckt der Teufel im Detail, knapp wars trotzdem!
Sehr
knapp war auch dieser Switch Frontside Heelflip, aber grade an Stufen
bestimmt der Körper wann Ende ist, da Anfahrt und Aufprall ordentlich
schwächen. Da kann man dann auch mal eine Handvoll Versuche
hintereinander landen und 2 bis 3 Meter weiterfahren, nur um dann vor
Erschöpfung umzufallen...Damm!
Das
gemeinste Kapitel des Bail Artikels und zugleich der letzte Trick der
von unserer Truppe in Berlin probiert wurde, leider ohne Erfolg! Der von
vielen "geforderte" Pupeki...
...scheiterte
an Dunkelheit, Regen, mangelndem Zeitplan und Hunger, sowie der
Erschöpfung, die man nach knapp 2 Wochen Tour mit sich herumschleppt.
"Ich bin halt kein Typ der auf Abruf kann." (O-Ton Paul auf der
Rückfahrt) Ich sage: Gott sei Dank!
Mehr Bails und andere Perspektiven auf einige der Moves vom Berliner Bo, gibt es hier zu sehen:
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