DIY – Skatepark Gottenheim – ein leuchtendes Beispiel für: Skateboarden verbindet!

  • Boardmag
  • 25.05.2025

DIY – Skatepark Gottenheim – ein leuchtendes Beispiel für: Skateboarden verbindet!

Lange hat´s gedauert, aber nun hat sich Matthias Wattinger – unser quirliger Headshaper im Snowpark Muggenbrunn und total engagierter Skateboarder mit schweizer Wurzeln – aufraffen können, für uns einen kleinen Bericht über die Entstehung vom DIY Skateparks in Gottenheim zu schreiben. Wir haben dazu nur die Worte: Respekt an Alle, die mitgemacht haben und gezeigt haben, dass Skateboarden eben nicht nur eine Sportart ist wie jede andere, sondern VERBINDET.

Matthias schreibt:

Gottenheim: Ein Dorf direkt neben Freiburg. Im Kontext von Skateboarding, um ehrlich zu sein , keinen Abstecher wert – bis wir angefangen haben, dort etwas zu bauen. Als die Stadt Freiburg beschlossen hatt, alle Obstacles ohne Permission abzureißen, war es an der Zeit, nach anderen Möglichkeiten zu suchen. Matthias, der von Freiburg nach Gottenheim gezogen ist, hat einen freien Platz unter einer Brücke neben einem Fahrradweg entdeckt. Er fragte kurzerhand den Bürgermeister – quasi zwischen Tür und Angel – ob er dort etwas machen dürfe (Frühling 2021). Der Gemeinderat fand die Idee super und stand von Anfang an extrem unterstützend zur Seite.

Matthias machte das Ganze öffentlich, stellte ein Team zusammen und sorgte dafür, dass jede*r mitmachen kann, der oder die möchte. Nachdem aller nötiger Kram zusammengetragen war, ging’s am 24.9.22 los! (Danke Portland DIY für den Generator.)

 

Nach etwas mehr als zwei Jahren steht der Spot in „all its glory“ unter der Netto Brücke. Manchmal wurde fast jedes Wochenende geklotzt, manchmal ein bisschen weniger, in jedem Fall aber wurde viel gerollt. Aber slow and steady wins the race halt auch manchmal. Wir haben mit dem grundlegendsten Wissen angefangen und in all den Monaten extrem viel dazugelernt. Irgendwie haben wir es geschafft, viele Dinge zu bauen, ohne Unmengen an Geld auszugeben. Es wurde versucht, Materialien so oft wie möglich wiederzuverwenden und allem ein zweites, drittes, viertes, etc. Leben zu geben. Das meiste Geld floss in Armierung, Beton und Werkzeuge. Material wurde jedoch auch häufig gespendet. Zum Beispiel hat Pudi (PPC – Pudis Pool Coping) eine riesige Menge Coping geschenkt, ebenso wie Peter vom Mudhole DIY. Legends! Außerdem hat die Community mittels Crowdfunding und der Hilfe von Solemio die erste Flutlichtanlage im Landkreis finanziert. Ohne jeglichen Peil von Elektronik in der Umsetzung etwas stressig, aber dann doch überraschend einfach zu realisieren.

 

Es ist faszinierend zu sehen, wie der Spot so viele verschiedene Menschen mit ganz unterschiedlichen Fähigkeiten zusammenbringt. Die Dynamik, die sich dort entwickelt hat, ist wirklich interessant. Und egal welches Geschlecht, Alter oder sonst was – Gottenheimer DIY ist ein Ort voller Liebe zum Detail und zeigt, was alles möglich ist, wenn Menschen die Chance bekommen, sich durch ihre Leidenschaft auszudrücken. Dankeschön an alle, die das Projekt unterstützt haben. Ohne die Zahlreichen Helfer*innen und den stetigen Support wäre das nie möglich gewesen!

Also kommt vorbei, skatet, lernt Leute kennen – und seid nett zu den älteren Leuten aus dem Dorf, wenn sie fragen, was zur Hölle ihr da eigentlich macht.

 

Text und Bild: Matthias Wattinger

 

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