Rund um Freiburg: die Holzfäller-Stuben-Runde im Faulbacher Bannwald – St.Wilhelm

  • Boardmag
  • 11.06.2023

rauh und wild

 

- vom Schluchtencharakter der Brugga bis hin zu fast irrealen Naturlandschaften wie im „Herr der Ringe“

- traumhafte Aussicht richtung Feldberg und über das Wilhelmer Tal

- zum Abschluß das beste Steak ever

 

Ausgangspunkt: Wanderparkplatz direkt am Taleingang des St. Wilhelmer Tales unterhalb der Holzfällerstube

Alternativ autofrei: mit der Breisgau S-Bahn von Freiburg Hbf bis Kirchzarten, dort in den Bus 7215 nach Todtnau umsteigen und in St.Wilhelm aussteigen. Ab über die Brücke und los gehts...

 

Die Holzfäller-Stuben-Runde

Karte: Google-Maps

 

Geparkt wird an dem Wanderparkplatz hinter der Brücke am Tal Eingang. Einen Parkplatz zu finden ist hier kein Problem - hier fahren die meisten vorbei Richtung Talende Feldberg. Und für alle anderen: der Bus – die Driektverbindung von Kirchzarten nach Todtnau - hält ebenfalls direkt vor Ort vor der Brücke am Taleingang zum St. Wilhelmer Tal..

Direkt gegenüber des Parkplatzes befindet sich eine große Infotafel über die Kernzone des Bannwald Faulbach. Daneben führt ein schmaler Pfad den Berg hoch. Die Schilder weisen den Weg nach Oberried und St. Wilhelm, dorthin, über den bekannten Wilhelmitenpfad.

 

Infotafel am Wanderparkplatz - Hier geht es los!

Nach kurzem Zickzack wenige Meter nach oben teilt sich der Weg. Wir nehmen hier die linke Abzweigung an der Brugga entlang Richtung Oberried. Auf schmalem, teils verwachsenem, aber gut begehbarem Weg sind wir ob der Wildheit der Brugga erstaunt. Aufgrund des absoluten Badeverbotes wegen der Krebspest ab der Höhe Kirchzarten ist dieser Fluss den meisten nur negativ in Erinnerung - dabei fühlt man sich bei den Brugga Wasserfällen und dem Schluchten Charakter direkt an die urtümlichen südfranzösischen Schluchten wie Gorges du Tarn oder Verdon erinnert. Und das alles, wenn man auf dem schmalen Weg entlang der Brugga die Augen aufsperrt.

 

Die wilde Brugga

Schließlich kommen wir erneut an eine Weggabelung. Links führt ein Weg über die Brücke zu einem Holzlagerplatz, rechts geht ein schmaler Pfad leicht ansteigend den Berg hoch. Diesen nehmen wir. Jetzt müssen wir aufmerksam sein, denn nach ca. 100 m geht rechts nach oben im spitzen Winkel ein kleiner Pfad ab.

Zur Orientierung: direkt bei der Abzweigung ist ein ein To-Go-Hochstand aus Metall angebracht und ca. 10 m nach der Abzweigung wird es wieder flacher – da weiß man dann, dass man die Abzweigung verpasst hat.

Wir nehmen aber die Abzweigung nach rechts. Wenn wir den schmalen Pfad nicht übersehen haben, erwartet uns eine einmaliges Naturereignis. Urwald vom Feinsten, Sicht vom Feinsten, Abenteuer vom Feinsten. Mit etwas Glück sehen wir Gämsen und das alles bei einem Weg, der überwiegend gut begehbar ist. Also: kleinen Pfad genommen, geht es nun mit ordentlich Steigung rechts den Berg hoch. Das Gelände wird immer wilder. Überall Felslandschaft, umgestürzte Bäume, mit Moos überzogene Felsen und Steine. Irgendwie irreal und fast wie im „Herr der Ringe“.

Schließlich kommen wir an eine Infotafel zum Bannwald, ein Zeichen dafür, dass man dem interessierten Wanderer das Schöne nicht vorenthalten will.

 

verwunschene Landschaft

Jetzt beginnt das Abenteuer erst richtig: es wird immer unwegsamer, teils müssen wir richtig klettern, aber es lohnt sich.

 

Der Schauinsland läßt grüßen!

Wir kommen schließlich an einen schmalen Felsweg, der sich zwischen schroffen Felsen zur Linken und senkrecht abfallendem Abgrund zur Rechten dahinschlängelt.

 

schmal und gefährlich

Sicher nicht ungefährlich, aber von der Aussicht Richtung Feldberg und Schauinsland super - und das bei dieser Umgebung. Genial.

 

Der Feldberg in voller Schönheit

Nach dem Aussichtsfelsen schmiegt sich der Weg weiterhin an den steilen Hang durch den Wald, bis wir nach wenigen Metern an die Quelle des Faulbaches kommen. Hier lohnt es sich im Schatten bei plätscherndem Wasser kurz Rast zu machen und einfach den Aufenthalt zu genießen. Das Besondere ist, die Quelle des Faulbaches ist selten ausgetrocknet und den ganzen Sommer ein Quell der Erfrischung. Wir freuen uns, dass der Faulbach trotz extrem heißer Sommer auch dann noch Wasser führt und füllen unsere Wasserflasche auf. Danach geht es noch ca. 100 m den Berg, leicht ansteigend, hoch, bis ein Weg quert.

 

Wegteilung

Hier wenden wir uns nach rechts (nicht nach links oben) und gehen dann den gut erkennbaren Waldpfad zum Teil steil, auch über querliegende Bäume, nach unten. Der Charme der absoluten Wildheit des Weges bleibt uns bis zum Schluss erhalten. Unten angekommen wird der Weg zum Teil durch querliegende Äste blockiert, die aber nicht wirklich ein Hindernis darstellen. Schließlich kommen wir bei einer Bank mit bester Aussicht über das St. Wilhelmer Tal vor einem Hof heraus, der der Forstbehörde zuzurechnen ist.

 

hier kommen wir raus...

Wir wenden uns nach rechts und gehen den bekannten Wilhelmiten Pfad - an verschiedenen Pferde- und Kuhweiden entlang - zurück zum Wanderparkplatz. Beim Blick zurück beeindruckt an vielen Stellen der Feldberg mit seiner Schönheit und erinnert uns an dieses einmalige, gerade erlebte Naturereignis. Schön war's. Und zum Abschluß gönnen wir uns noch das beste Steak, das man in der Umgebung Freiburg irgendwie bekommen kann. In der Holzfällerstube muß man zwar oft eine Menge Zeit fürs Warten mitbringen, allerdings wird man von einem Steak epischen Geschmackes belohnt….das vergisst man nicht wieder...das beste Steakhouse ever….mit besonderer Atmosphäre.

 

Text: Florian Bechert

 

als Appetizer: Knoblauchsteak mit Brägele

Feuerteufel mit Brägele

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