Band: PSYOPUS
Titel: "Our
Puzzling Encounters Considered"
CD,
Metalblade Records
*Psyopus* sind vor allem eines,
nämlich unglaublich anstrengend. Und wenn man sich nicht in Acht
nimmt, dann landet man nach mehrmaligem Hören beim Psychiater,
soviel steht fest.
Also Freunde, dann schnallt Euch mal gut
an bevor ihr die Play-Taste betätigt. Nicht, dass es Euch noch
aus den Latschen haut. *Psyopus* melden sich nämlich mit einem
absolut wirren, neuen Album zurück. Dieser sich selbst
überschlagende Grindcore, der mit oberkaputten Mathe-Elementen
eine kranke Verbindung eingeht und einem die Hirnwindungen ordentlich
durchwirbelt, ist nichts für Weicheier. Sowas unglaublich Krankes, Durchgeknalltes habe ich seit langem nicht gehört und mir fehlen ehrlich gesagt die Worte, für eine exakte Beschreibung. Nehmt einfach Grind, Hardcore, Screamo, Math und Jazz, schmeißt alles in einen Topf und gebt eine Ladung LSD dazu. Das was dann herauskommt, hört sich wohl in etwa so an wie *Psyopus*.
Das, was die Jungs hier abliefern, ist technisch wohl ein Meisterwerk, denn sie schaffen es, ihre sicken Breaks so derart präzise in den Soundmix einzubauen, dass es eine Freude ist, ihnen dabei zuzuhören. Die Vier haben das musikalische Chaos demnach voll und ganz im Griff und ich komm' mir vor, als hätte ich mir sämtliche auf dem Markt verfügbaren Drogen auf einmal eingepfiffen. Wer einen psychisch instabilen Gemütszustand aufweist, sollte alles andere tun, als sich “Our Puzzling Encounters Considered” zu zulegen, da das fatalste Auswirkungen haben könnte.
Was diese vier Musiker bzw. Krachmacher aus ihren Instrumenten rausklopfen, rausprügeln oder rauszupfen ist einfach unglaublich. Allerdings muss man den Stil wirklich verkraften können. Ich werde während dem Durchhören das Gefühl einfach nicht los, dass die Adern in meinen Schläfen zu platzen drohen und sich meine rechte Hirnhälfte auf einmal links befindet und andersherum. Mit “Imogen´s Puzzle Pt. 2” schafft es die Band dann noch, ein absolut hervorhebenswertes Instrumentalstück zu kreieren, das einem eine kurze Verschnaufpause verschafft, bevor das cerebrale Martyrium weitergeht. Und zu guter Letzt gibt es einen verstrahlten Bonustrack auf die Ohren, der in einem 20-minütigen, sich ständig wiederholenden “Annoying” endet, das als Loop wiederholt wird. Also, kommt nachher nur nicht und sagt, ich hätte Euch nicht gewarnt *g*.
FAZIT: Wer vorher noch ganz dicht war, wird sich spätestens nach diesem Silberling hier fragen, wo eigentlich die Grenze zwischen Genialität und Wahnsinn liegt?! Am Besten man sichert sich vorsichtshalber schon mal ein Bett in der nächsten Klapse!
Krank, wirr, technisch brillant, aber auch tierisch nervig auf Dauer…
Nothing for a happy Valentine’s Day…
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