Medium, Label: CD, Metalblade Records
Band: Monstrosity
Album: Spiritual Apocalypse
Wie muss es
sich eigentlich anhören, das “perfekte” Death-Metal Album?!
Egal ob abgespaced, voll auf die Zwölf oder atmosphärisch,
wichtig ist doch, dass Technik und die Brutalität stimmen!
Die
vier Langhaarigen haben im Jahr 1991 zusammengefunden, um gemeinsam
böse, schnelle, aggressive und harte Musik zu machen. Ihre
Auffassung des Death Metal war bisher vor allem der
Untergrundfraktion ein Begriff. Eigentlich völlig unberechtigt,
denn mit dem letzten Album “Rise To Power” landete das Quartett
bereits einen Volltreffer und brachte einen Silberling auf den Markt,
der vor technischen Raffinessen nur so strotzte. Und mit ihrem
neuesten Baby namens “Spiritual Apocalypse” haben sie wiederholt
ein brandheisses Eisen im Spiel, dass mit der überirdischen
Florida Death Metal-Harke einschlägt wie eine Bombe. Und die
Druckkraft und Spielfreude machen klar, dass *Monstrosity* lange
genug ein Geheimtipp waren, denn mit dieser spirituellen Apokalypse
wäre es nicht verwunderlich, wenn sie nun endgültig dickste
Lorbeeren einfahren könnten. Den Anfang des Silberlings macht der Song “Spiritual Apocalypse”, der mit einer Ladung Hochgeschwindigkeitsdeathmetal (was für ein Wort) die Türen einrennt wie kein Zweiter. Hinzu kommen die derben Doublebassattacken, die monströsen Gitarrenwälle und die tiefe, angsteinflössende Stimme des Sängers, die sich ein Anklopfen fein säuberlich spart und lieber direkt mit der Tür ins Haus rennt. Wer Synonyme sucht, darf sich gestrost an überdurchschnittlicher Härte und Aggression orientieren, die ab und an durch halsbrecherische Midtempoparts jäh zerrissen werden. Der Opener ist beispielsweise ein typischer Track dieses Albums und auch die restlichen 10 Songs laufen in etwa nach diesem vorhersehbaren Schema ab. Mit “Firestorm” wird beispielsweise ein Stück rausgehauen, das eher in dunkle, sphärische Tiefen abtaucht, während mit “Sacred Oblivion” ein wahres Death-Metal Monster auf einen wartet, das einem geradewegs den Weg zur Hölle weist. Der Albumtitel ist also Programm, auch wenn dieser Soundtrack ansonsten vielleicht eher weniger für spirituelle Handlungen geeignet ist, außer man ruft die Geister der Unterwelt.
FAZIT: *Monstrosity* präsentieren ein durchweg monströses, druckvoll produziertes, neues Album, an dem vor allem (aber nicht nur) die Freunde des guten, alten und straighten Florida Deathmetals ihre Freude haben werden. Das Quartett ist auf dem richtigen Weg und es wird bestimmt nicht mehr lange dauern, bis sie in der ihnen zugeordneten Szene den großen Coup landen werden.
*These are the apostles of each endless night…*
Monstrosity Homepage, MySpace, Metalblade
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