Band: HIMSA
Titel: "Summon In
Thunder"
Medium, Label: CD, Century Media Records
Die fünf
Extremmetaler aus Seattle melden sich zurück und präsentieren
mit “Summon In Thunder” ihr Debütalbum auf Century Media
Records, das als intensives, monströses Erlebnis bezeichnet
werden kann. Ultrafette Sache kann ich nur sagen...
Was glaubt
ihr wohl, mit was das Blut der fünf Jungs aus Seattle
angereichert ist? Denkt jetzt nicht an Alkohol oder Drogen, denn es
handelt sich vor allem um Metal, der durch ihre Venen fließt
wie ein reißender Strom. Mit “Summon In Thunder”
präsentiert das Quintett einen kompromisslosen Brocken harter
Musik, der gleichzeitig auch das Labeldebüt bei Century Media
Records darstellt. Und hiermit beweisen die Fünf, weshalb sie
den Deal mit dem Label an Land gezogen haben, denn die absolut
oberbrutalen, maschinengewehrartigen Drumattacken, das fiese,
angepisste Gekeife und die abgefahrenen Gitarrenriffs gehören
unverkennbar zur oberen Liga des Metalplaneten. Weiterhin
bemerkenswert ist, dass gleich drei Produzenten an dem Album
mitarbeiteten, die sich aber keineswegs gegenseitig den Brei
verdorben haben, sondern gemeinsam an einem Strang zogen, um den 11
neuen Tracks die richtige Würze und ordentlich Schmackes zu
verpassen.
Dass da was Gutes dabei rauskommt, ist
auch nicht weiter verwunderlich, wenn man mitbekommt, dass hier keine
Geringeren als Steve Carter, Devin Townsend (Darkest Hour, Lamb Of
God) und Tue Madsen (The Haunted, Heaven Shall Burn) ihre Finger mit
im Spiel hatten. Die Strapazen haben sich also mehr als gelohnt, denn
dieser beeindruckende Hassbatzen hat alles, was ein gutes,
druckvolles Metalalbum braucht und weiß dabei mit einer Härte
zu überzeugen, von der andere Bands nur träumen können.
Das Werk haut einem mit seiner gewaltigen Härte die Zähne
aus dem Unterkiefer und bricht einem mit den sägeartigen Riffs
die Beinchen. Erwähnenswert ist ausserdem, dass die Länge
der einzelnen Songs über dem Durchschnitt liegt und die
Spielzeit der Tracks so zum größten Teil 4-6 Minuten
beträgt. “Skinwalkers” hat sogar Überlänge und
wird von einem bittersüßen musikalischen Intro
eingeläutet, um sich danach als wahrer Metalteufel zu outen.
Übrigens sitzt der Original-Gitarrist Sammi Curr nun wieder mit
im Boot, der einen großen Teil an Druckkraft zu dem gewaltigen
Album beigesteuert haben dürfte. Macht Euch also auf ein
Spätsommermetalgewitter gefaßt, das eine Schneise der
Zerstörung in Eurer Bude hinterlässt.
FAZIT:
“Summon In Thunder” ist schneller, härter und brachialer als
alles, was mir bisher von den Jungs aus Seattle bekannt ist. Aber
dennoch haben sie es nicht verpasst, großartige Melodien über
ihre Instrumentalattacken zu legen und sich weiterzuentwickeln, wobei
sie mit einem Fuß aber glücklicherweise immernoch tief in
der alten Metal-Schule stecken. Ein extrem geiles Teil, das alles
bisher Dagewesene in den Schatten stellt. Kann man nur mit Standing
Ovations belohnen….
They will take the world by storm…
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