Band: ABORTED
Titel: "Slaughter &
Appartus: A Medical Overture"
CD, Century Media
Records
Ihr steht tierisch auf übelste Splatterfilme,
bei denen die Köpfe, Gliedmassen und Gedärme nur so
spritzen? Dann werdet ihr eventuell genauso auf *Aborted* stehen,
denn das hier hört sich an wie der perfekte Soundtrack zu einem
Horrorfilm.
*Aborted* bedeutet in der deutschen Übersetzung
soviel wie “abgebrochen, abgetrieben oder beendet”. Also ich kann
mir schon echt gut vorstellen, dass der Soundtrack hier jeden Fötus
davon überzeugen wird, dass er unbedingt aus der Bauchhöhle
raus muss, um sein noch nicht vorhandenes Haupthaar zu dem
Death-Metal-Core-Grind zu schütteln. Das Ungeborene treibt sich
somit freiwillig selber ab, um nicht länger ohne Double-Bass
Attacken in dem dunklen Loch ausharren zu müssen. Kaum das Licht
der Welt erblickt, gehts dann auch schon richtig zur Sache. Das
fünfte Album der Band ist gleichzeitig das Debüt auf
Century Media Records und bestimmt eines der herausragendsten, die
die Metalheads jemals zustande gebracht haben. Dabei gehen sie
überaus brutal zu Werke und metzeln sich von Song zu Song, um
unverkennbare Blutspuren zu hinterlassen. Dabei überraschen mich
vor allem die deutlich raushörbaren moshigen Parts, die in
Richtung Hardcore zielen und somit eine Portion Melodie mit ins Boot
der Leichenschänder ziehen. Das Songwriting ist unglaublich präzise, ja fast nahezu perfekt und die kranken Rhythmuswechsel, die des öfteren in Kombination mit maschinengewehrartigen Drumsalven einhergehen, treiben ihre Auffassung des Death-Metal auf einen neuen Höhepunkt, der das Klischee frisch aufwertet. Dabei wirkt der Einsatz von atmosphärischen Keyboards in “And Carnage Basked In Its Ebullience” fast schon krotesk und als extremer Gegensatz zu dem ansonsten absolut kompromisslosen, brachialen Leichenschändersound, mit dem sie sogar Tote wieder zum Leben erwecken.
Alles in allem ist der Einfluss der britischen Death/Metal Grindcore-Legende *Carcass* weiterhin unverkennbar. Und der mörderische, extrem eindrucksvolle Gesang, der sich in den Gehörgängen festfrisst, sorgt dabei für absolut massive Soundwälle, die einem ins Gesicht klatschen wie ein wildgewordener Orkan. Als Gäste waren übrigens Jeff Walker (Ex-Carcass) sowie Jacob und Henrik von Hatesphere mit von der Partie.
FAZIT: *Aborted* machen hier was sie am besten können. Nämlich absolut ultrabrutalen Death-Metal, der mit Grindelementen gespickt ist. Dabei leuchtet ihre Vielseitigkeit deutlich heraus und sie zeigen, dass sie auch mit Melodien was anzufangen wissen. Somit ist “Slaughter & Apparatus: A Medical Overture” weit mehr als ein weiteres Death-Metal Album, das Teil hier hat Charakter und zwar vom Feinsten! Ab dem 16. Februar 2007 in den Läden erhältlich!
Surprise! You’re dead but still banging your head on this one…
www.goremageddon.be
www.myspace.com/g0remagedd0n
www.centurymedia.com
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