Test Review: Longboard Wheels These K-Rimes Stage 1 KRF 72mm

  • Boardmag
  • 02.01.2016

Mit den K-Rimes hat These eine Rolle auf den Markt gebracht die qualitativ ganz oben mitspielen soll und für Pros wie Kevin Rimer wohl die Rolle der Wahl in Sachen Downhill und Freeride sein soll. Grund genug sich diese Rolle mal etwas genauer anzuschauen und auf Herz und Nieren zu testen.

Beginnen wir mit den Fakten zur Rolle.

Die These K-Rimes Stage 1 KRF hat einen Durchmesser von 72mm und ein contact Patch von 57mm bei einer Härte von 78A. Der Kern ist Centerset und die Kanten sind asymmetrisch, was genauer bedeutet, die eine Seite verjüngt sich gleichmäßig und direkt zum Kern hin (Seite 1), während die andere Seite erst noch ein Stück Senkrecht nach unter verläuft bevor sie sich zum Kern hin verjüngt(Seite 2). Des Weiteren besteht der Kern der Rolle aus einer sehr Festen Urethan Mischung, die These bei den höherwertigen Modellen standartmäßig verbaut. Dieser Kern soll Vibrationen und Unebenheiten dämpfen und trotzdem stabil bleiben, um einen angenehmen Slide zu ermöglichen.

Als ich anfing mich mit den K-Rimes zu beschäftigen, sagte ein Freund zu mir „ ich hab gehört wenn du Seite 2 (die mit der Beschriftung) nach Außen drehst hast du mehr Grip und mir Seite 1 (Die Seite mit dem Totenkopfbild) slidet sie besser“. Ok nun gibt es ja gerade im Bereich Rollen und Slideverhalten nicht nur einen Mythos, der sich bei genauerem Hinsehen schnell in Luft auflöst, aber hier schien was dran zu sein denn immerhin war der Kantenunterschied ja zu sehen. Also hieß es probieren geht über Studieren.

Gesagt getan, die Rollen mit Seite 2 nach außen an die Skoa`s geschraubt und die Heimstrecke runter, nichts aufregendes vielleicht 60km/h im schnellsten Stück, 3 Hairpins und einige Sweeper aber im Regelfall alles auf Grip. Die Kurven klappten einwandfrei und die Rolle zog durch ihre 72mm auch gut an, als ich dann aber am Ende der Strecke einen Heelside machte um zu bremsen, wollte die Rolle erst nach etwas Überredung wirklich ausbrechen und trötete dann etwas bis in den Stand. Beim 2. Run umgeschraubt und Seite 1 nach außen. Wieder alles auf Grip. Doch was ist das? In der schnellsten Kurve merke ich, wie sie ausbrechen will. Unten angekommen lässt sich der Silde ins Stehen tatsächlich um einiges leichter raus drücken.

So weit so gut an der Sache scheint was dran zu sein und Spaß hatte ich auf jeden Fall mit ihr aber um ehrlich zu sein, war das jetzt auch noch keine besonders anspruchsvolle Strecke. Die Nächste Testphase folgte dann zum Bela Joy Ride in Österreich, eine, wie mir schien, bessere Gelegenheit eine Rolle zu bewerten.

Longboard Wheel K-Rimes beim Test beim Bela Joyride

Longboard Wheel K-Rimes beim Test beim Bela Joyride

Um mich an die Strecke zu gewöhnen und um einen gewissen Vergleich zu haben, fuhr ich zunächst einmal meine altbekannten Biggi Hawks in 80A. Nach einigen Runs machte es richtig Spaß. Die Kurven im oberen Teil ließen sich gut andriften und die im unteren Teil gingen gut auf Grip. Am 2. Tag waren dann die K-Rimes dran und wieder kamen sie mit der Gripseite nach außen an die Achsen und los ging es.

Mein erster Eindruck: wow das geht ja zur Sache, die 2mm mehr merkt man in der Geschwindigkeit schon deutlich, wo die Biggis dann irgendwann aufgehört haben zu beschleunigen gaben die K-Rimes doch etwas mehr her. Allerdings hatte ich mit jedem Rund mehr und mehr das Gefühl weniger Grip zu haben. So wie die Glanzschicht verschwunden war, hatte es sich auch mit dem Grip erledigt. Und die Rolle begann in Kurven auszubrechen, die ich vorher problemlos auf Grip nehmen konnte und die meine Biggis (auch ohne Glanzschicht) nicht aus der Ruhe gebracht haben. Schade, denn das wars dann auch mit ihrem Downhill Dasein.

Wieder zuhause angekommen Probierte ich sie als Freeriderolle aus denn immerhin wird sie ja auch als Downhill / Freeriderolle von These angepriesen. Und siehe da für Standups die etwas schneller Laufen macht sie richtig Spaß, anfangs noch etwas Zickig, doch wenn der erste Millimeter einmal geschafft ist und man sie etwas beherzt raus drückt kann man doch auch im Standupbereich noch einigen Spaß mit ihr haben. Es empfiehlt sich hierbei die Rolle mit Seite 1 nach außen zu drehen, ist sie dann aber ein Stück weit runter gefahren spielt es immer weniger eine Rolle.


 

Mein Fazit zu den These K-Rimes Stage 1 KRF:

Eine Rolle die als Downhill und als Freeriderolle durch aus etwas zu bieten hat, allerdings auch nur in dieser Reihenfolge, denn wenn die Glanzschicht einmal auf nimmer Wiedersehen sagt, nimmt sie auch den Grip mit sich. Danach lässt sie sich allerdings noch gut zum Freeriden nutzen sofern man dabei etwas schneller unterwegs ist. Was mir nicht gefällt ist das Preis-, Leistungsverhältnis, denn mit knapp 90€ für den Satz gehört sie zu den teuersten Rollen auf dem Markt und bietet nicht wirklich etwas, das andere, günstigere Rollen nicht auch könnten. Das Testen hat mir allerdings wirklich Spaß gemacht.

Bericht: Johannes Gründig

 

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