Longboard Wiki 3: Longboards für Dancing, Boardwalking & mehr – die besten Empfehlungen

  • Boardmag
  • 30.09.2022

Longboards für Dancing, Boardwalking & mehr

Wie bewegst Du Dich und was willst Du mit Deinem Board machen? Diese Entscheidung musst Du treffen, bevor Du Dich mit dem Material für Dein Longboard beschäftigst. Bei jeder Fahrtechnik gibt es unterschiedliche Dinge, die Du berücksichtigen solltest und die sich darauf auswirken, welche Art von Longboard Du benötigst.

 

Longboard-Dancing und Boardwalking

Mit dem Longboard zu cruisen bedeutet, einfach chillig durch die Gegend zu fahren. Kurzum: Das Surffeeling wird auf die Straße gebracht. Eine Unterform des Longboard-Cruisens ist das Longboard-Dancing. Hier werden lange Longboards meist über 120 cm verwendet, auf denen man sich, ähnlich wie beim Boardwalking beim Wellenreiten, ausgiebig hin und her bewegt. Longboard-Dancing ist also einfach freies Fahren ganz nach Laune, Straßenlage und Bewegungswillen. Optimal eignen sich die Dancing-Longboards auch für Freestyle-Aktivitäten, die auf dem Board ausgeführt werden (z. B. Handstand, etc.). 

Longboard-Dancing und Boardwalking in Aktion.

 

So wie beim Longboard-Dancing und Boardwalking das chillige Fahren im Vordergrund steht, ist der Freestyle im Longboarden vom Einfluss des Streetskatens geprägt. Denn hier werden die gleichen Tricks angewendet, auch wenn das zum Teil erheblich mehr Übung erfordert. Für den Freestyle auf dem Longboard solltest Du ein Board verwenden, das etwas länger und schwerer ist. Diese Boards haben meist eine klassische Pool Form und erinnern trotz ungewöhnlicher Breite (9“ +) eher an ein Skateboard. Freestyle-Boards haben eine fast schon eckige Kick-Nose und -Tail, um das Gelingen von Tricks zu vereinfachen.

Die beiden nachfolgenden Bilder zeigen die Extremformen: das am Skateboard orientierte Loaded Tesserac und eines der längeren Dancer-Longboards, das Loaded Bhangra (ebenfalls mit Kick-Nose und -Tail). Wenn Du auf der Suche nach einem geeigneten Longboard oder Surfskate-Skateboard bist, schau gerne in unserem Boardshop vorbei. 

Das Loaded Tesserac bei einem Air-Trick.

 

Longboard zum Downhill-Fahren

Mit dem Longboard Downhill zu fahren, gilt als die Königsdisziplin im Longboarden - ist aber gleichzeitig auch nicht ganz ungefährlich. Grundsätzlich sollte man sich nur an das Downhill-Longboarden mit Motorrad Schutzausrüstung wie Lederkombi, Helm und Slidegloves wagen. Mit dem Downhill-Longboard erreichst Du Geschwindigkeiten bis über 100 km/h. Daher begrenzt sich die natürliche Zielgruppe auch eher auf Adrenalin-Junkies und Leute, die eine Herausforderung im Grenzbereich suchen.

Downhill-Longboarder mit Motorrad Schutzausrüstung und Lederkombi.

 

Warum wackelt mein Longboard beim Downhillfahren?

Downhill-Longboards haben meist eine tiefergelegte Standfläche, wodurch der Schwerpunkt ebenfalls nach unten verlagert wird und eine höhere Stabilität entsteht. Das macht sich vor allem bei der Kurvenlage bemerkbar. Fährt man schneller als 50 km/h, beginnt das Board instabil zu werden und zu schlingern (Speed Wobbles). Wenn das Longboard beim Downhill-fahren zu wackeln anfängt, gibt es verschiedene Ursachen dafür: 

  1. Die Achsen sind nicht richtig auf das Longboard und die Fahrweise eingestellt. Dann müsst Ihr einfach die Achsen härter einstellen.
  2. Es handelt sich nicht um ein Downhill-Longboard.
  3. Die Achsen haben für die Geschwindigkeit den falschen Base- bzw. Hanger-Winkel.

Der Base- bzw. Hanger-Winkel sollte beim Downhillfahren ca. 40° betragen. Bei Cruising-Achsen ist er ca. 50° oder mehr. Es gibt Longboard-Achsen von z. B. Bear Trucks, bei denen die Grundplatten für einen anderen Winkel austauschbar sind und somit jeweils auch zum Downhill-Longboarden oder Cruisen umrüstbar sind.

Und das Wichtigste ist: Ziehe immer einen Helm auf!

 

Longboard-Carving

Longboard-Carving zeichnet sich, ähnlich wie das Snowboarden, durch sogenannte geschnittene Schwünge aus. Es wird „auf Linie“ gefahren und ein sauberer Turn gezogen. Eine Sonderform des Longboard-Carving ist das Pumpen. Hier wird die Flexibilität des Longboards ausgenutzt und die Kraft des Rückflexes bereits für die nächste Kurve verwendet. Durch die Dehnung des Longboards wird beim Hochschnellen ein Schwung erzeugt, der in die nächste Kurve mit hineingenommen wird. Dadurch ist eine sehr schnelle Bewegung durch einen niedrigen Kraftaufwand möglich. Diese Technik wird sowohl bei den kleinen Slalomboards und Flex-Longboards als auch bei dem neuen Trend der Citycruiser verwendet. Hier können erhebliche Geschwindigkeiten auf der Ebene erzielt werden. Außerdem sind das die perfekten Übungen, falls Du einmal vorhast, das Snowboarden zu lernen.

 

Was gibt es beim Longboard-Carving zu beachten?

Wenn Du vorhast, das Longboard-Carving als Anfänger einmal auszuprobieren, solltest Du folgendes beachten:

  • weiche Longboard-Achsen benutzen
  • optimalerweise größere Longboard-Rollen 70 mm verwenden
  • Longboard-Rollen sollten in jedem Fall angepasst zum Board ausgewählt werden
  • Wheelbytes sollten tunlichst vermieden werden, da durch das Zusammentreffen von Longboard und Rolle in der Kurve schnell ein Sturz und erhebliche Verletzungen entstehen können
  • immer darauf achten, dass der Abstand zwischen Rolle und Longboard groß genug ist (z. B. durch Space-Pad-Erhöhungen bei Top-Mount Boards)

Ben Czepul beim Longboard-Carving.

 

Longboards zum Sliden

Das Sliding mit dem Longboard, wird zur Geschwindigkeitsverringerung verwendet. Dabei kommt es zu einem kontrollierten Wegrutschen des Boards in der Kurve. Wenn Du das Sliding mit dem Longboard intensiv ausführst, entsteht das Problem, dass die Rollen konisch (kegelförmig) werden und Flatspots (eckige und einseitig abgeriebene Rollen) bekommen. Das Sliding mit dem Longboard wird heute auch beim Freestyle-Fahrstil verwendet.

 

Longboard-Sliden: Was gibt es zu beachten?

Wenn Du Bock auf Sliding mit dem Longboard hast, ist es ausschlaggebend welche Longboard Rollen Du dafür benutzt. Damit Du geschmeidig Longboard-Sliden kannst, solltest Du Dir folgende Punkte merken:

  • Weichere Rollen kleben eher am Boden. Das bedeutet, ohne die entsprechende Übung kann es zu unkontrolliertem Sliding mit dem Longboard kommen. Nur mit Übung ist hier eine bessere Kontrolle gegeben – allerdings auch eine hohe Abnutzung der Rollen.
  • Rollen mit einer rauen Oberfläche eignen sich besser zum Sliding mit dem Longboard. Zum Beispiel Durians oder Stimulus von Orangatang, weniger geeignet sind z. B. die In Heat Wheels von Orangatang, da sie eine komplett glatte Oberfläche haben und am Boden kleben.
  • Grundsätzlich gilt: Harte Rollen sind schneller, neigen aber dazu – insbesondere bei rauer Oberfläche – beim Sliding mit dem Longboard auszubrechen.

Perfekte Slide-Wheels: Durian oder Morongas von Loaded oder Metro Wheels.

Sven Willy beim Longboard-Sliden.

 

Noch Fragen?

Solltest du Fragen haben, schau einfach bei uns im Boardshop vorbei. Hier findest du eine große Auswahl an allen möglichen Produkten im Skateboard, Longboard und Snowboard Bereich.

 

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