Autobahndownhill: Strafverfolgung gerechtfertigt oder Kavaliersdelikt?

  • Boardmag
  • 25.09.2008


Im Juni diesen Jahres ist ein Longboarder einen Berg runtergefahren. Das Problem: Der Berg war eine Autobahn. Jetzt wird wild diskutiert und das Thema wird in vielen Medien breitgetreten. Spiegel und Bild berichteten unter anderen von dem bösen Autobahnraser.

Hier erstmal das Video um sich ein Bild von der Aktion zu machen:

{youtube}EBF0jLfdspU{/youtube}

Nun gibt es etliche Berichte:

SPIEGEL 1

SPIEGEL 2

BILD 1

BILD enthüllt Sebastian H.

Google Anfrage

Wie soll man sowas jetzt beurteilen?

Erstmal: Nein! Ich bin nicht dieser Sebastian H., auch wenn mein Name genauso abgekürzt werden kann. Ich denke diese Aktion könnte als Idee zum Go Skateboarding Day stattgefunden haben. Ich kenne den anderen Sebastian zwar nicht, aber ich denke wenn er aktiver Teil der Downhill Szene ist, wird er genug Boardkontrolle besitzen diesen Berg sicher runterzufahren, auch wenn es nach aussen und vor allem für den Normalbürger als halsbrecherische Aktion dargestellt wird. Downhillskater fahren krassere Berge runter und werden schneller als 80-100 km/h (die Angaben widersprechen sich). Jetzt wird gefahndet und angeprangert. Klar wenn sich jeder denken würde: "Heute Session auf der Bahn!" wäre das auf jeden Fall nicht so förderlich für einen sicheren Straßenverkehr, aber ich denke diese einmalige Aktion kann mit einem zugedrückten Auge hingenommen werden. In Deutschland wird natürlich gerne gemeckert und manche hätten bestimmt lieber gelesen, dass es den "Vollidiot" zerlegt hätte und er ein Strafe für seinen Irrsinn bekommen hätte... "Was hätte alles passieren können!?" ist die Frage der Bild-Nation, aber die Tatsache, dass nichts passiert ist spricht für sich. Autofahren mit 250 wird geduldet und skaten mit 80 ist ein Höllenritt? Merkwürdig! Sebastian H. wollte etwas besonderes machen und den Traum vieler Skater umsetzen einmal über die Autobahn zu rollen. Aber warum gleich meckern, statt sich vielleicht mal dafür zu interessieren wie es für den Typen war und warum er es getan hat? Das Risiko war nicht halsbrecherisch oder wahnsinnig, sondern gut kalkulierbar und gering. Ich hoffe mein Namensvetter wird nicht für seinen Downhill bestraft.
 

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